Wagner & Pohl

„Wir wußten, daß wir gut harmonieren“

Am 2. Mai 2005 erscheint das neue Album Celandine der Frauenband Wagner & Pohl. Wagner und Pohl – das sind Barbara Wagner und Katharina Hein. Beide Musikerinnen kennen sich seit langem und spielten schon vor vielen Jahren in der Formation Honey Suckle Rose. Ihre gitarrengestützte elektronische Popmusik verrät so unterschiedliche Einflüsse wie Dinosaur Jr. und Sonic Youth und spätestens bei dem Song Kamillenteefee wird deutlich, daß...

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Kant für Kinder

Kant für Kinder

Ostern 1924 kam in Hannover ein Buch mit dem verheißungsvollen Titel „Kant für Kinder“ heraus. Der Verfasser Salomo Friedlaender hoffte, daß dieses als Schulbuch Verwendung finden würde. Der Wunsch des Autors ging nicht in Erfüllung: nicht in den zwanziger Jahren, auch nicht als Friedlaender...

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The Kinks

„... thank you for the days“

Was The Kinks im Gegensatz zu vielen anderen Bands der 60er und frühen 70er Jahre vermochten und was diese Gruppe bis zu ihrem Ende im Jahr 1996 auch weiterhin interessant machte, ist die Tatsache, daß sie nicht auf die Vorgaben ihrer Produzenten gehört, sondern ihre eigenen Vorstellungen verwirklich haben, daß sie den Erwartungshaltungen ihrer Fans widerstanden, daß sie sich trotz...

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Das erste Buch Bluwi

Zurück in der Zirkulation

Erinnert sich noch jemand an Ede und die Zimmermänner? Oder an Palais Schaumburg und Grace Kairos? Detlef Diederichsen, Timo Blunck und Stefan Will sind nur drei Mitglieder dieser drei epochalen Bands. Was aus ihnen geworden ist, kann man nun im ersten Buch Bluwi nachlesen. – Man schlägt die erste Seite dieses Buches auf und liest: Das erste Buch Bluwi : Fragen. Antworten. Fragen. Und Musik.

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Sabine Herrmann

"Wenn du zu hell wirst, ist es wie ein überbelichtetes Foto."

Das war so: ich habe in dieser Ausstellung mit einer Bildhauerin zusammen ausgestellt und mein Hauptbild hieß "Excelsior", das rote, gleich wenn man reinkam. Und ihre Hauptarbeit, die daneben hing, hieß "Schemiselajk", das heißt Chiemsee auf Englisch. Das war ein Wortspiel, von ihrer Seite. Sie hat das so beschrieben - Schemiseläjk. Sie hat es praktisch in Lautschrift geschrieben. Also – wie die Engländer Chimsee aussprechen.

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Justus Köhncke – Doppelleben

Justus Köhncke

Herz ausschütten ohne Rücksicht auf Verluste: das ist der rote Faden des dritten Soloalbums von Justus Köhncke. Der Elektronikmusiker ist vor allem durch die Kölner Disco-House-Band „Whirlpool Prod.“, mit der er in den 90er Jahren in Italien sogar einen Nummer-Eins-Hit landete, bekannt geworden. Inzwischen geht er Irmin Schmidt, ehemals Mitglied von Can, produktionstechnisch zur Hand und wandelt musikalisch unter seinem bürgerlichen Namen auf Solopfaden.

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BRAUN & THE MOB

BRAUN & THE MOB

Nach wie vor zählt bei Oliver Braun die musikalische Leerstelle genau so viel wie der klanglich ausgefüllte Raum. Mitunter scheinen die Stücke fast auseinander zu fallen, der Rhythmus vor lauter Stolpern ganz aus dem Ruder zu laufen, wenn eine kleine Melodie nur mit äußerster Anstrengung gerade noch als Klammer zwischen den rhythmischen Einzelteilen vermitteln kann. Auch die Soundauswahl ist weiterhin obskur: hier regieren...

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Jens Friebe

"Von irgendwem für irgendwen"

Was für eine Platte! Mit seinem im April 2004 erschienenen Debüt-Album "Vorher Nachher Bilder" und den darauf enthaltenen elf großartigen Songs hatte Jens Friebe sofort die Musikpresselandschaft begeistern können, egal ob es sich dabei um Szene Hamburg, ME/Sounds, Spex oder taz handelte. Auf dem an die Ravensburger Spiele erinnernden CD-Cover dominieren die Farben Schwarz Rot Gold mit einem freundlich-abwartend dreinblickenden Jens Friebe, umgeben von einer Raupe und fünf Schmetterlingen. Öffnete man die CD, dann überraschte...

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Vernon Reid

Gibt's was zu feiern?

HipHop war Teil des großen schwarzen Erwachens in den Achtzigern. Doch die Bewegung mutierte zur Goldmine.

Und was machen wir heute, am 30. Geburtstag? Wie es aussieht, nichts weiter als noch mehr gottverdammte CDs und T-Shirts.

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Otto Erich Hartleben

"Mit Gott und Weltall spiel ich kühne Spiele!"

Dieses Schauspiel machte ihn schlagartig bekannt und finanziell unabhängig. Hartleben sieht sich nun in die Lage versetzt, seiner Sehnsucht nach dem Süden, wie sie in vielen seiner Gedichte bekundet ist, nachzugeben und sich in Salò am Gardasee einen Dichtersitz, die Villa Halkyone, zu kaufen, die er zu einer Dichterakademie ausbauen will. Ab 1901 lebt Hartleben abwechselnd in München und in seiner Villa Halkyone am Gardasee. Über diese Zeit hat Hein Bredendiek geschrieben: "Man saß auf den Marmorsitzen der Villa...

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