Schwebende Stelen
„Schwebende Stelen“ ist eine Ausstellung, die sich in der Idee und in der Durchführung ganz bewußt auf den Entwurf von Peter Eisenman für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas bezieht. Im Gegensatz zu Eisenmans Arbeit ist „Schwebende Stelen“ keine begehbare Flächenskulptur; in der Installation von Rausch & Reifenberg hängen die Quader unter der Decke des Galerieraums.
Lesen »Notizen eines Kerzenhändlers - Folge 33
Einen Tag würde Kerz gerne mit der Planung des Geschäfts verbringen. Davon hält ihn Verschiedenes ab: Mitteilungen (vermutlich durch die Zellentür geflüstert oder geschrieen) des Islamisten Zammar, dass er schwer gefoltert worden ist – Mitteilungen, die Mitgefangene an Amnesty International weitergeleitet haben sollen, nun aber seit längerer Zeit Besorgnis erregend ausbleiben, so die Süddeutsche Zeitung in der Wochenendausgabe; dann der Schwebezustand eines Menschen über einem Labortisch, dessen Messgeräte...
Lesen »Unter Göttern und Heroen
Die Ausstellung „Peter Cornelius – Die Götter Griechenlands“, die noch bis zum 9. Juni 2005 in der Alten Nationalgalerie zu sehen sein wird, war bereits in der vergangenen Ausgabe des Online Magazins TUXAMOON Gegenstand einer ausführlichen Besprechung. Das nachfolgende Gespräch mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Uta Barbara Ullrich, die für die Konzeption und Realisation der Ausstellung mitverantwortlich ist, wurde im April in den Sälen der Alten Nationalgalerie geführt.
Lesen »Inkaspeicher
Vor dem Hintergrund des gewaltigen Medienwechsels, der in unserer Gegenwart von analogen Medien (wie dem Buch und der Zeitung) zu vernetzten digitalen Speichern (wie der CD-Rom und dem Internet) stattfindet, wird die Erinnerungsarbeit der Künstlerin hochaktuell. Sie berichtet, dass die weisen Männer der Inkas nicht gelesen haben, sondern mit den Knoten Gedankenbilder aus der Erinnerung wachriefen, die nur den Mitgliedern ihrer Kaste bekannt waren. Die Quipus hatten also...
Lesen »Notizen eines Kerzenhändlers - Folge 32
Kerz hat nun einen Haufen Karten vor sich, während er das Wort Karte schreibt, schämt er sich. Er schämt sich vor sich selbst, dass er beschriebene Zettel Karten nennt und nicht ein eigenes Wort erfindet. Das eigene Wort würde nicht mit dem Gefühl von Ferne, Aufbruch und Reisestimmung kokettieren, das zweifellos mit Land- und Seekarten von fremden Gebieten verbunden ist, dabei ist das Fremde nah, so nah, dass es unangenehm werden kann. Kerz ist vor einigen Tagen dem knapp entgangen. Er ist spät abends noch...
Lesen »Sun Ra – The Immeasurable Equation
Die Anfänge des Vorhabens, die gesammelte Dichtung Sun Ras zu publizieren, gehen zurück auf das Jahr 1971. Hartmut Geerken hatte den Musiker Sun Ra im Juni 1971 nach Kairo eingeladen und vorgeschlagen, in Ägypten im Angesicht der Sphinx zu spielen. Ein halbes Jahr später folgte Sun Ra dieser Einladung. Er kam mit seinem gesamten Arkestra und blieb zwei Wochen lang in Ägypten. Eines morgens...
Lesen »Vom romantischen Idealismus zum Konzeptualismus
Seinen Zeitgenossen galt der Maler und Zeichner Peter Cornelius (1783-1867) als „größter Künstler der Epoche“ und als ein „Goethe unter den Malern“. Heute ist er nahezu vergessen. Mit der Ausstellung „Peter Cornelius – Die Götter Griechenlands“ in der Alten Nationalgalerie bietet sich die Gelegenheit, diese bedeutende Künstlerpersönlichkeit anhand eines seiner Hauptwerke neu zu entdecken.
Lesen »Ahabs Steuer
Das Buch ist eine Bombe. Ich bin sprachlos (Otto E. Rössler). Was ist Lesen? Die Endophysik nähert sich dieser Frage im Wechselspiel zwischen internen und externen Beobachtungen. Zur Hilfe kommen ihr dabei, überlieferte Beobachtungen, in denen Schriftsteller und Künstler
Lesen »Beaton by Beaton
Wir sehen keine Ausstellung; wir machen eine Zeitreise durch 50 Jahre des vergangenen Jahrhunderts und begegnen Exzentrikern, Politikern, Schriftstellern, Schauspielern, Komponisten, Künstlern, inszeniert und gesehen mit den Augen des Fotografen Cecil Beaton.
Lesen »Notizen eines Kerzenhändlers - Folge 31
Kerz stöbert in alten Kursbüchern. Er merkt, dass die Bücher für ein Netz von Verkehrsmitteln geschrieben sind, die er nicht verwendet. Wenn er diese Kursbücher liest, entdeckt er Wendungen wie: "den armen kleinen, einst lebendigen Gott Pan gedankenlos mit menschlicher Kälte wieder erwecken zu wollen" und bekommt dann Lust, stillgelegte Gleise neben der ICE-Strecke aufzusuchen und sie der Sonne nach entlang zu wandern.
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